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Chernoff-Gesichter werden zur mehrdimensionalen Darstellung von Daten benutzt. Es erfolgt eine Zuordnung einzelner Merkmale zu
Komponenten eines menschlichen Gesichtes. Man geht dabei dergestalt vor, dass man ein schematisches Gesicht aufbaut und den einzelnen Gesichtsteilen bzw. Gesichtszügen entsprechende Variablen oder Merkmale
zuordnet. Die Gesichtszüge variieren dabei jeweils entsprechend den numerischen Ausprägungen der Variablen im einzelnen Beobachtungsfall.
Bei der Anwendung von Chernoff-Gesichtern ist zu beachten, daß
Gesichtsdarstellungen starken subjektiven Interpretationen unterliegen können. Desweiteren können persönliche Präferenzen bei der Wahrnehmung einzelner Gesichtszüge die objektive Vermittlung von
Informationen verhindern.Die Chernoff-Gesichter lassen sich in PS-Explore nach Größe des Median oder des Quartilabstandes sortieren. Dies kann sinnvoll sein, wenn die zugrundeliegenden Variablen eine
gemeinsame Dimension besitzen. Sortierung nach Median würde dann die durchschnittliche Größe der Merkmale bezogen auf den einzelnen Fall repräsentieren, der Quartilabstand würde die Streuung der Werte im
Einzelfall berücksichtigen. Sinnvoll ist das Verfahren natürlich nur dann, wenn den Merkmalen alle die gleiche Skala zugrunde liegt oder wenn vorher eine Umrechnung in Standardwerte vorgenommen wurde. Eine
sinnvolle Anwendung von Chernoff-Gesichtern liegt etwa in der Identifikation von Extremwerten. Ungewöhliche Merkmalsausprägungen sind leicht erkennbar, da Extremwerte in einzelnen Merkmalen durch
entsprechend ausgeprägte Gesichtszüge leicht zum Vorschein kommen. |