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Glyphen bieten eine Möglichkeit zur grafischen Kodierung numerischer Informationen. Glyphen bestehen dabei aus einem Kreis, dem für
jedes zu kodierende Merkmal eines Objekts im oberen Teil (meist ein fünftel oder sechstel) des Kreises eine auf dessen Zentrum gerichtete Linie angefügt ist. Die jeweilige Länge der angezeichneten Strecke
hängt dabei vom jeweils pro Objekt kodierten Merkmal ab. Glyphen lassen sich auch gut in kodierten Streudiagrammen nutzen; man spricht dabei dann von Metroglyphen [Literatur: ANDERSON, E., 1957: A semi
graphical method for the analysis of complex problems. Procedings of the National Academy of Sciences 13, 923- 927].
Üblich sind zwei Variationen der Glyphendarstellung. Im ersten Fall sind die
Strecken proportional zu den jeweiligen Merkmalswerten (wobei diese natürlich positiv sein müssen). Im zweiten Fall werden alle Werte einer Datenmatrix (alle Werte aller Merkmale und aller Objekte) in drei
Teile aufgespalten. Die Werte des unteren (kleinsten) Drittels werden durch Punkte auf der Kreislinie, die Werte des mittleren Drittels als Strecken fester Länge c und die Werte im oberen Drittel durch
Strecken der Länge 2c kodiert.
Letztere Darstellungsart ist speziell dann sinnvoll, wenn die verschiedenen Objekte kontrastiert werden sollen, um spezifische Unterschiede besser hervorzuheben.Die
Glyph-Prozedur in PS-Explore ist mit einer Ähnlichkeitssortierung gekoppelt, wie sie etwa auch in der Matrixanalyse
benutzt wird. Somit ist es möglich, die in die Analyse einbezogenen Einzelfälle Gruppen von Fällen zuzuordnen, die hinsichtlich der Analysemerkmale Gemeinsamkeiten aufweisen.Es ist auch möglich, von
vorneherein eine Gruppenvariable festzulegen. Die einzelnen Glyphen werden dann entsprechend ihrer Gruppenzugehörigkeit farblich differenziert. |