STECHGINSTERZEITEN

zahnlose schwaetzer
ausgesaugte einwegphilosophen
durchkreuzen die straszen
der gegenwart
die ungezaehmte raserei
der machtbesessenen
erstickt indes
vergangenheit und zukunft
ein ganzes jahrhundert
zerfaellt
in ichsucht
und in souveraene
selbstgefaelligkeit

allegorische unlust
broeckelt
aus duemmlichen hirnen
verstopft das gehoer
und befriedigt
die einfaltssterilen propheten
der neonreklamen
die arbeit des dichters
uebernahmen
vor langem schon
wortmaschinen

stechginsterzeiten
blattlos und dornzweigig
brachen unbemerkt an
keine stimme erklang
um ein halt zu rufen
jetzt rieselt das leben
im schatten des alltags dahin
die traeme von einst
befehligen nun
bullige menschenschlaechter

zum wohle des ganzen
wird die menschlichkeit
endgueltig
abgeschafft