MEINER LIEBE

du wolltest nicht im flusz der zeit ertrinken
darum schlug auch dein puls niemals im rhythmus
buergerlich verbraemter unzulaenglichkeit

du wolltest dieses vakuum des stillstands
diese abstraktion der oberflaechlichkeit
umwandeln in visionen neuer zeit

die welt des staendig in sich selber kreisens
hast du in jedem augenblick verachtet
du sprachst noch todkrank schon von veraenderung

in jenem harten klima der vertrocknung
und des geduldig auf der stelle leidens
warst du mir grund mein leben fortzusetzen

dasz du so frueh so unnuetz sterben musstest
grundlos grausam ausgeloescht und weggefegt
kann niemand glauben oder gar verstehen

an deinem grab verstummt die illusion
ein letzter trauerblick raubt mir die worte
du kommst nicht mehr zurueck es bleibt die kaelte