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SOMMERSCHNEEMOND
dort wo die nacht sich zusammenzieht
ueber den blumenkelchen schlaeft die prinzessin des sommerschneemondes kometenverspruehende anmut bewacht die selbstvergessene ein kristallenes schutzschild blockt die wirbelnden stroeme der dunkelheit in den straeuchern der wintergewitter lauern die hexen der festgegossenen lebenslaeufe aus den bunkern der moralischen moerder lodern kanonenrohre hervor die tage erlischen beim donnern der soldatenstiefel doch ganz gleich welche hoellenengel die landschaft jetzt noch zertruemmern wo bombenkrater die wiesen in haeszlichkeit tauchen wachsen bald baeume der zaertlichkeit die prinzessin des sommerschneemondes geflohen vor den monomanien des koenigs ruht im tal der schuetzenden visionen wo menschen und staedte sich mit dornen umguerten war sie zu hause doch ihr fleisch ersehnte funkenspruehende saele jetzt flieht des herrscherpalastes kastrierende kuehlhausluft flieht vor der hitze der sich liebenden so bewegen die raeume der kindheit sich langsam aus den erloschenen ziergaerten der wueste das maedchen entfloh den dialektischen verirrungen der moral wenn der tag hereinbricht in wenigen stunden ist die prinzessin des sommerschneemondes für immer frei dann gleitet sie durch die traeume der wirklichkeit hinauf zur ebene der unabdingbarkeiten |
Sommerschneemond
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