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Ulrich F. Voos: Lyrik
GROSZE HERREN
die galionsfigur
segelt voran ein jeder kann sie sehn der auf dem segler dient sie ist nur totes holz und soll im sturm der zeiten seeleute in den hafen wieder leiten weisz man wohin sie letztlich gleiten die groszen herren dieser zeit sie gehen keinen schritt zurueck und haben mut notfalls auch ueber alle leichen bedenkenlos die letzten truempfe einzustreichen galionsfiguren sind im ausverkauf zu haben und segler gibt es lange schon nicht mehr die groszen herren bleiben unbekuemmert wir allesamt haetten so spielend leicht die selbst ernannten groszen herren deren ignoranz ausnuetzend leicht zertruemmert wohl kaum bedenkenlos doch waeren sie unter dem siegel endloser geduld wie im eismeer ausgesetzte hoffnungslos und hilflos einsam gnadenlos erfroren und unter bloszem wind verkuemmert galionsfiguren segeln eben nur voran wenn eine mannschaft sich darum mit allen kraeften kuemmert |
«Das „gelobte Land“, das wir suchen, gibt es nicht. Es ist unmöglich, für das Morgen zu leben, anstatt dem Heute. Die Welt an sich hat keinen Sinn,
erst der handelnde Mensch verleiht ihn ihr, indem er für die Geknechteten und Entrechteten eintritt. Kunst und Revolte sind ewig. Unrecht, Leiden und
Tod sind nicht aus der Welt zu schaffen. Es gilt die Erde zu lieben, kühn und intelligent zu denken, klar zu handeln und zu wirken.»
- Albert Camus, «Der Mensch in der Revolte» |